Spielbericht: FC Grimma – VFC Plauen 0:0

VFC Plauen enttäuscht im Spiel beim FC Grimma

Der Spitzenreiter heißt zwar weiterhin VFC Plauen, aber es ist ein Spiel mit dem Feuer. Bischofswerda hat mit dem Remis gegen Bautzen eine Steilvorlage angeboten, aber der VFC Plauen wusste diese mit einem 0:0 gegen den FC Grimma nicht zu nutzen. Sprachlos muss man das 0:0 zur Kenntnis nehmen. Der VFC Plauen war weit weg von einem ordentlichen Auftritt, geschweige einem erfolgreichen. So geht das 0:0 völlig in Ordnung in einem Spiel gegen einen schwachen Gegner, in dem die Gäste aus dem Vogtland keine Antwort fanden, einen Nutzen daraus zu ziehen.

Mit einem Satz ist die erste Halbzeit überschrieben: Der VFC Plauen fand quasi nicht statt. Während sich die Heimelf in der Anfangsphase zumindest zwei Eckstöße erarbeitete, kam vom VFC Plauen kaum ein Spiel in die gefährliche Zone. Grimma führte männliche Zweikämpfe, bei denen die Plauener meist das Nachsehen hatten. Erst in der 26. Minute gelang Luis Werrmann eine Eingabe auf den Kopf von Tommy Kind. Sein Ball wurde durch Pfosten und einen Gegenspieler aufgehalten. Pech hatten die Spitzenstädter allerdings, als Schiedsrichter Walter ein Handspiel der Grimmaer im Strafraum übersah und die Pfeife stumm blieb. Daran das Remis festzumachen, wäre nicht korrekt, denn viel mehr gelang dem VFC Plauen im ersten Spielabschnitt nicht.

VFC-Trainer Karsten Oswald reagierte, wollte mehr Offensive. Kyriakos Andreopoulos kam für Jasin Jusic. In der Tat war jetzt mehr Schwung in der Partie. Als Kind den Ball zurück auf Andreopoulos legte, feuerte der Richtung Grimmaer Tor, aber direkt in die Hände des Grimmaers Keepers.  Zwei Minuten später folgten zwei Eckstöße für den VFC Plauen. Beim ersten hatte die Heimelf viel Glück, dass der Ball aus dem Gewühl heraus nicht im Tor einschlug. Karsten Oswald erlöste die beiden Außenbahnspieler Wermann und den angeschlagen ins Spiel gegangenen Johann Martynets. Doch weder Charlie Spranger noch Abraham Boateng vermochten es, dem Spiel eine andere Struktur zu verleihen. Nur zweimal musste VFC-Keeper Jakob eingreifen. Vor allem beim Freistoß von Christoph Jackisch war er auf der Hut. Das chancenarme Spiel fand dann mit dem 0:0 ein gerechtes Ende.

VFC-Trainer Karsten Oswald zeigte sich nach Spielschluss entsprechend enttäuscht:Ich habe immer gesagt, wir sind keine Spitzenmannschaft. Den Willen spreche ich keinen Spieler ab. Aber Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander. Das Beste an diesem Spiel ist, dass wir noch Tabellenführer sind. Da fehlen auch einem Trainer nach diesem Auftritt einfach die Worte.“

Fazit zum Spiel: Der VFC Plauen spielte in Grimma erschreckend schwach. Dabei war der Gegner die bisher schwächste Mannschaft, die der VFC Plauen bespielte. Nur lange Bälle wurden nach vorn geschlagen und der VFC Plauen fand kein Mittel, dem entgegenzuwirken. Wichtige Spieler wie Tim Kießling und vor allem der verletzte Alexander Morosow, der die weiten Wege geht, fehlten an allen Ecken und Enden. Jetzt werden es ganz heiße Wochen bis Saisonende. Darauf haben sich die Spieler von Plauen nun einzurichten.

VFC Plauen: Pieles – Walter, Jusic (46. Andreopoulos, gelbe Karte), Barth, Fischer (gelbe Karte) – Sponer, Limmer – Werrmann (69. Spranger), Winter, Martynets (77. Boateng) – Kind.
Tore:
Zuschauer: 201
Schiedsrichter: Ronny Walter

Text und Fotos: Ilong Göll