VFC Plauen mit versöhnlichem Abschluss gegen Stendal

Fußball-Oberliga: VFC Plauen gegen den 1. FC Lok Stendal 4:1 (0:1)

Der VFC Plauen schloss das alte Jahr mit einem versöhnlichen 4:1-Erfolg ab, brauchte aber eine entsprechende Pausenpredigt, um den 0:1-Rückstand nach 45 Minuten Spielzeit noch in einen deutlichen 4:1-Sieg zu verwandeln. Das Ergebnis spiegelt exakt die Qualität des Spielverlaufes wider. Einer schwachen ersten Halbzeit folgte eine ordentliche zweite Halbzeit. Dabei reichten dem VFC Plauen 12 ganz starke Minuten, um das Spiel auf die Siegerstraße zu führen.

 

Das Spiel begann mit einem Negativerlebnis aus Sicht des VFC Plauen. Bereits nach fünf Minuten lag er mit 0:1 zurück. Nach Flanke von rechts stand Phillipp-Maik Witte völlig frei und köpfte unbedrängt platziert zum 0:1 ein. Danach verteidigte der Gast mit Mann und Maus das wertvolle „Geschenk“ und startete noch einige gefährliche Konter. Aluminium rettete dem VFC Plauen das mögliche 0:2. Simon Schulze stellte zudem bei einem vielversprechenden Angriff der Gäste die kurze Seite zu und verhinderte damit einen weiteren Treffer der Gästeelf. Die Lok-Spieler standen tief und starteten ihrerseits einige gefährliche Konter. Mit dieser Situation kamen die Gelb-Schwarzen zunächst nicht zurecht. Bei den wenigen Offensivaktionen der Heimelf landeten die Bälle von Matheus Beal, Tyron Profis, Johan Martynets und Max Winter entweder beim Gästekeeper Philipp Poser oder über dem Gebälk. Damit blieb der VFC Plauen trefferlos bis zum Pausenpfiff. „Wir waren zunächst nicht richtig drin im Spiel, bekommen das frühe dumme Tor. Wir haben das Kampfspiel zunächst nicht richtig angenommen. In der zweiten Halbzeit haben wir das besser gemacht, sind zurückgekommen und haben das Spiel gedreht. Das ist der Prozess, in dem wir uns gegenwärtig gerade befinden“, konstatierte Tyron Profis nach Spielschluss.

 

Mit Beginn der zweiten Halbzeit setzten die Stendaler wieder den ersten Torschussversuch, ohne Erfolg. Danach übernahmen die Plauener die Regie im Spiel und wie. Binnen 12 Minuten stellten sie das Spiel auf den Kopf. Der Dosenöffner war das Ausgleichstor durch Martynets. Bei einem durchgesteckten Ball nutzte er die Möglichkeit, ohne dem Stendaler Torhüter eine Abwehrmöglichkeit zu geben. Mit viel Übersicht brachte Victor Habermann die Plauener in Führung. Den anschließenden Konter der Gäste hatte Gabriel Michalek gerade noch ablaufen können. Dafür fiel das Tor auf der anderen Seite. Die Heimelf war drin im Spiel, machte weiter Druck. Unter Mithilfe der Gästeabwehr fiel das 3:1. Einen Martynets-Schuss vollendete Tom Schaarschmidt mit Eigentor. Der Ball trudelte über die Linie. Den Schlusspunkt zum 4:1 setzte schließlich Tyron Profis. Ein feines Zuspiel von Johan Martynets war die Grundlage für den vierten Treffer in der 82. Minute. Damit verabschiedeten sich die Kicker des VFC Plauen erfolgreich in die Winterpause.

 

Entsprechend zufrieden zeigte sich VFC-Trainer Sedat Gören nach dem Spiel: „Wir waren zunächst nicht so gut im Spiel drin. Wir sind eine Mannschaft, die den Ball gut laufen lassen will. Das war heute auf Grund der Platzverhältnisse nicht möglich. Viele Stockfehler, die wir gemacht haben. Dann kriegen wir die kalte Dusche zum 0:1, bei dem wir keinen Druck auf den Ballführenden haben, die Flanke zulassen. So steht der Stürmer frei im 2 gegen 1. Dann läufst du hinterher. Von der Körpersprache und Emotionalität her haben wir es ganz schwer gehabt, ins Spiel zu finden. Zudem waren die Gäste im Umkehrspiel sehr stark und hatten so eins, zwei Möglichkeiten. Das war nicht unser wahres Gesicht, das wir in der ersten Halbzeit gezeigt haben. Da war jeder im Stadion unzufrieden. Das kann ich auch akzeptieren.

Dann sind wir mit einer ganz anderen Körpersprache, anderen Leidenschaft, anderer Intensität in die zweite Halbzeit gegangen. Wir haben dann gepresst, die einfachen Mittel gewählt und die Tore auch so entsprechend herausgespielt. Am Ende war der Sieg auch sehr verdient.“

Zudem wünschte Sedat Gören allen Plauenern ein frohes Weihnachtsfest.

 

Fazit zum letzten Spiel im alten Jahr: Es war wieder ein launisches Spiel mit zwei unterschiedlichen Halbzeiten, mit erfolgreichem Ausgang für den VFC Plauen. In der Gesamtheit des Spies ist der Erfolg verdient. Die Kicker des VFC Plauen haben die die Gästeabwehr müde gespielt und dann im richtigen Moment den richtigen Weg zum Torerfolg gefunden. Mit den Fans in der Kurve feierten sie einen versöhnlichen Abschluss und wünschten sich gegenseitig ein frohes Weihnachtsfest, Wünsche, denen ich mich gern anschließe:

 

Allen VFC-Fans, Freunden des runden Leders ein frohes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins neue Jahr und dann gesund gemeinsam in die Rückrunde. 💛🖤🎄🍾

 

Aufstellung VFC Plauen: Schulze – Tanriver, Michalik, Sponer, Habermann – Haake (89. Limmer), Beal – Winter (87. Wagner), Hussain (87.Träger), Martynets (89. Burdusudis) – Profis (87. Plank)

Tore: 0:1 Witte (5.), 1:1 Martynets (58.), 3:1 Eigentor Schaarschmidt (64.), 4:1 Profis (81.)

Zuschauer:

Schiedsrichter: Jason Poser (Weimar)

 

Text und Fotos: Ilong Göll