Der VFC Plauen entführt nur einen Punkt aus Bautzen
Der VFC Plauen spielt beim FSV Budissa Bautzen 1:1. Der Punkt reicht dem VFC Plauen nur noch maximal für die goldene Ananas. Nach der Pleite beim VfB Empor Glauchau geht es nur noch darum, die Saison bestmöglich zu Ende zu bringen. Die Spitzenstädter verbleiben in der Oberliga. Zu häufig wechselten sie im Verlaufe der Saison ihr Gesicht, was auch das Spiel in Bautzen hinterlegt. Auch hier war mehr drin. Ein kleiner Trost bleibt dennoch. Die Spitzenstädter verkauften sich besser als zuletzt in Glauchau.
Ohne den Druck Siegen zu müssen, aber mit dem Willen Siegen zu wollen, begann das Spiel mit Leidenschaft und Kampf. Wie zu erwarten war, veränderte VFC-Trainer Norman Zschach im Vergleich zum Glauchau-Spiel die Startaufstellung auf einigen Positionen. So bekam beispielsweise Tyron Profis eine Pause verordnet. Mit der neuen Formation sollte der Dreier eingefahren werden. Der VFC Plauen legte los. Bereits in Minute zwei lag die Führung für die Gelb-Schwarzen in der Luft. Amaar Hussain wurde im 16-er von Torhüter Erik Herrmann rüde gefoult. Zum Strafstoß trat Matheus Beal an, schoss straff, aber halbhoch – dankbar für den Keeper. Der Bautzener Torhüter machte seinen Fehler wieder gut und hielt die Null. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel mit Vorteilen für Plauen. In der 24. Minute drang Johan Martynets unwiderstehlich in den Strafraum ein. Sein kraftvoll abgezogener Ball schlug ein. Der VFC Plauen lag in Führung und hatte bis auf eine Möglichkeit von Adam Rohlík das Spiel in Griff. Der Bautzener setzte seinen Ball neben das Tor. Zudem stand VFC-Torhüter Simon Schulze seinen Mann, als er Oscar Haustein bei seinem Versuch den Schneid abkaufte. Nach einem Einwurf der Heimelf landete der Ball im Gewühl vor die Beine von Steve Schröder und der besorgte in der 42. Minute das 1:1. Wieder ein Tor aus einem Einwurf.
Kurz nach Wiederanpfiff war die Chance zum zweiten Treffer für den VFC Plauen gegeben. Martynets versuchte es selbst und übersah den in der Mitte freistehenden Paul Kämpfer. Wenig später klärte die Abwehr der Heimelf nach Kämpfer-Eingabe vor dem bereitstehenden Martynets. Zudem verhinderte FSV-Torhüter Herrmann mit Glanztat auf Kosten eines Eckstoßes das 1:2. Der eingewechselte Tyron Profis versuchte es mit einem Schlenzer. Auch sein Versuch landete außerhalb des Zieles. Bei einem Schuss von Martynets aus 16 Metern war erneut Herrmann zur Stelle. Chancen für den VFC Plauen gab es auch in Halbzeit zwei genug. Am Ende hätten sich die Plauener dann wieder dumm angeguckt, denn ein Schuss von Toni Orosz ging nur knapp am Tor vorbei. So blieb es nur beim Punktgewinn, obwohl viel mehr drin war.
Johan Martynets fiel es schwer, die rechten Worte zu finden: „Bei uns hapert es in erster Linie bei der Chancenverwertung. Wenn wir sie schon haben, müssen wir sie auch nutzen. Wie man hier in der Liga die Gegentore kriegt, ist unvorstellbar, egal in welchem Spiel. Wenn wir das abstellen könnten, würden wir jedes Spiel gewinnen.“
VFC-Trainer Norman Zschach haderte mit dem Ergebnis: „Drei Punkte waren drin. Beim 1:1 kriegen wir den Ball nicht weg. Wir spielen nicht klar genug in den letzten Aktionen. Das zieht sich durch die ganze Saison. Die Torchancen, die du dir erspielst und den Aufwand, den du betreibst, münzt du nicht in einen Erfolg um. Am Ende hatten wir auch noch ein bisschen Glück, dass du nicht das 2:1 kassierst.“
Fazit: Der Anspruch zum Saisonstart war hoch. Den untermauerten die VFC-Kicker gegen die beiden Tabellenführer aus Freital und Stahnsdorf. Noch einmal kam ein Fünkchen Hoffnung auf, diesen löschten sie mit der Niederlage in Glauchau. So ist es, wie es ist. Der VFC Plauen zeigte sich zu launisch während der Saison und innerhalb der zwei Halbzeiten eines Spiels.
VFC Plauen: Schulze – Limmer (70. Schubert), Sponer, Tanriver (70. Ganime), Michalek, Plank (83. Wagner) – Beal, Hussain, Winter (70. Profis) – Martynets, Kämpfer (83. Glaser)
Tore: 0:1 Martynets (24.), 1:1 Steve Schröder (42.)
Schiedsrichter: Leon Maximilian Metz
Zuschauer: 260

Foto+Bericht: Ilong Göll