RSV Eintracht 1949 gegen VFC Plauen 2:1 (0:1)

VFC Plauen patzt in der Schlussphase und lässt Minichance platzen

Für beide Mannschaften ging es in der Begegnung um sehr viel. RSV Eintracht 1949 wollte mit einem Sieg die Meisterschaft feiern und die Aufstiegsmöglichkeit sichern. Für den VFC Plauen ging es darum, den Kampf um den Aufstieg zumindest spannend zu halten. Mit der 2:1-Niederlage sind die Würfel gefallen: Der VFC Plauen bleibt in der Oberliga und die Eintrachtelf konnte sich nach 90 Minuten die Meistertrikots überziehen. Schade nur, der VFC Plauen führte beim Meister und verspielte in der Endphase noch den möglichen Sieg. Mit einem Tor, das so nicht fallen darf, machten die Plauener die Gastgeber wieder scharf. In der Nachspielzeit fiel dann zu allem Unglück für die Gäste noch ein weiteres Tor, das Siegtor für den RSV Eintracht 1949 und man darf dort somit vom Aufstieg in die Regionalliga träumen.

Die erste Viertelstunde gehörte der Heimelf mit mehr Ballbesitz, aber mit wenig Gefahr vor dem Plauener Tor. Nach etwa 20 Minuten war der VFC im Spiel, agierte dominanter. Trotzdem mussten die Vogtländer immer auf der Hut sein. Zweimal durfte VFC-Torhüter Simon Schulze sein Können nachweisen. Zunächst parierte er einen Torschussversuch von Till Plumpe und später einen Durchbruch von Endi Jupolli. Doch die Plauener gingen Mitte der ersten Halbzeit verdient in Führung. Tyron Haake und immer wieder Tyron Profis arbeiteten an der Führung, zunächst zu ungenau oder nicht mit der richtigen Wucht am Ball. Nach schnellem Kurzpassspiel vor dem Strafraum fand Profis die Lücke und brachte den VFC Plauen in Führung. Bis in die Schlussphase hinein reichte das eine Tor.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Schrecksekunde für die Gelb-Schwarzen. Der Ball landete am Innenpfosten, sprang zurück und VFC-Torhüter Schulze schnappte sich die Kugel. Plauen wollte in dieser Phase mehr. Johan Martynets kam zweimal einen Tick zu spät. Eintracht-Torhüter Güllmeister schnappte ihm den Ball weg. Ebenso angelte er sich einen Kopfball von Valentin Sponer nach Freistoß von Matheus Beal. 10 Minuten Powerplay der Heimelf folgte. Da spielte der VFC Plauen mit dem Feuer, bekam den Ball nicht aus der gefährlichen Zone, überstand aber die Situation ohne Gegentreffer. Einen langen Ball bekamen die Plauener wenig später nicht kontrolliert. Luca Krüsemann gelang aus Nahdistanz das 1:1. Louis Glaser mit zwei Versuchen und Matheus Beal versuchten die Führung wieder herzustellen. Ohne Erfolg. Danach übersah Amaar Hussain den besser stehenden Paul Kämpfer, schoss selbst. Die nächste Chance war vertan. Dafür erhöhte Arthur Ekalle in der Nachspielzeit auf 2:1 und sicherte seiner Elf die Meisterschaft.

 

VFC-Kapitän Valentin Sponer: „Ich denke, wir waren in der ersten Halbzeit die klar bessere Mannschaft, müssen vor der Pause eigentlich das 2:0 machen. So gehen wir mit 1:0 rein in die zweite Halbzeit. Das war ein ganz anderes Spiel. Es kamen unglaublich viele hohe Bälle in den Strafraum: Einwürfe, Standards. Dann fällt so ein Dreckstor – 1:1. Jetzt am Ende verlieren wir es klar. Uns war schon klar, dass uns hier nur ein Sieg etwas bringt. Deshalb haben wir hinten aufgemacht. Dann noch ein Mann weniger. … Ich glaube, das Spiel war symptomatisch dafür, wie die Saison für Stahnsdorf gelaufen ist, wenn ich mir die Tore angucke: 88. Minute oder 94.“

Tyron Profis: „Wir sind unendlich enttäuscht. Da war so viel mehr drin. Wenn man sieht, wie wir hier das Spiel machen, 1:0 führen und dann so spät ein unnötiges Gegentor bekommen, was niemals fallen darf. Du hast einfach das Gefühl, du hast kurz aufgehört, die Spannung hochzuhalten, die so wichtig war für so ein Spiel. Das haben sie ausgenutzt zum 1:1. Trotzdem hatten wir noch Chancen, verlierst im Kopf das Spiel, gibst das Spiel ganz aus der Hand. Wir hätten das so verdient. Ich könnte gerade heulen. Trotzdem Glückwunsch auch dem Gegner. Sie haben irgendwo etwas richtig gemacht, dass sie heute Meister geworden sind.“

 

Fazit zum Spiel: Die Niederlage war unnötig. Aber vielleicht war der Gegner auch etwas abgezockter, erfahrener als die Spieler des VFC Plauen, die manchmal – zwar mit gutem Willen – mit dem Kopf durch die Wand wollten. Tore entscheiden nun einmal ein Spiel. Die haben die Plauener einfach zu wenig geschossen. So geht der Glückwunsch an den Oberligameister Stahnsdorf.

 

VFC Plauen: Schulze – Sponer, Ganime, Michalek, Träger (88. Hussain)– Haake (79. Wagner), Limmer, Beal, Plank (68. Glaser) – Martynets (68. Kämpfer), Profis

Tore: 0:1 Profis (33.), 1:1 Krüsemann (76.), 2:1 Ekalle (90.+9)

Zuschauer: 425

Schiedsrichter: Albert Lehmann

Foto+Text: Ilong Göll