Spielbericht: FC Chomutov – VFC Plauen 2:0 (1:0)

VFC Plauen patzte bei Generalprobe vor dem heißen Start

Am Wochenende kam es zum nächsten und letzten Härtetest: Der VFC Plauen traf auf den FC Chomutov – einen ambitionierten tschechischen Viertligisten – und verlor das Spiel mit 2:0. Der FC Chomutov ist Absteiger aus der dritten Liga und möchte sofort wieder hoch. Das bekamen auch die Kicker vom VFC Plauen zu spüren.

Die Ligen in Tschechien gelten vor allem als robust. Aber taktisch, diszipliniert und technisch versiert spielen können sie auch – genau das richtige Kaliber, um unsere Jungs in der Vorbereitung zu fordern. Und es war genau noch einmal der richtige Gegner, um zu zeigen, dass man gegen internationale Konkurrenz nur bestehen kann, wenn man all seine Tugenden abrufen kann. Das war am Sonnabend nicht der Fall. „Vielleicht ist es eine Niederlage zum richtigen Zeitpunkt. Die Vorbereitung lief einfach etwas zu glatt“, kommentierte Tyron Profis die unnötige Niederlage. Das sahen die anderen VFC-Kicker ähnlich. VFC-Trainer Sedat Gören gestand: „Unser Spiel hat überhaupt nicht funktioniert. Wir waren mental die ersten 20, 25 Minuten nicht da. Demzufolge haben wir das 0:1 bekommen. Das war ein unnötiger Gegentreffer. Der Gegenspieler zieht zudem unseren Spieler. Wir verlieren den Ball zweimal im Zentrum. So fällt das 0:1. Danach haben wir uns etwas wachgerüttelt, haben das Spiel übernommen. Wir hatten auch drei, vier gute Möglichkeiten gehabt, wodurch wir schon mit 3:1 in die Kabine gehen müssten, machen es nicht und so steht es 0:1.“

Die Plauener wurden kalt erwischt. In der zweiten Minute musste Karl Pischon bereits hinter sich greifen. Ein Foulspiel der Heimelf im Plauener Strafraum wurde nicht geahndet. Ein abgepellter Ball landete bei Kebal und der nutzte im Nachschuss die Lücke und traf so glücklich zur 1:0-Führung. Die Spitzenstädter mussten nun beweisen, dass sie einen Rückstand kompensieren können. Doch fehlte ihnen am Sonnabend dafür etwas die Frische. Das sah man dem Spiel auch an, wenngleich die Gäste am Ausgleich arbeiteten. Paul Kämpfer, Valentin Schubert und Tyron Haake hatten Pech mit ihren Schüssen, die knapp am Tor vorbeisegelten oder der heimische Keeper in souveräner Manier parierte.

So musste der VFC Plauen für eine Ergebniskorrektur auf die zweite Halbzeit warten. „In der zweiten Halbzeit waren wir auch dominant, haben gedrückt. Am Ende hat die Durschlagskraft gefehlt – außen und in der Box. Wir haben immer die falschen Entscheidungen getroffen. Beim zweiten Treffer werden wir durch einen langen Ball ausgehebelt, danach der Tiefenlauf und dann der Freistoß, sinnbildlich für das Spiel heute.“

Mit erhöhtem Tempo ging es nämlich in die zweiten 45 Minuten. Auch da gab es Möglichkeiten für die Gästeelf. Aber so richtig passte das Spiel diesmal nicht zusammen. So brachten Haake und Profis die Bälle einfach nicht im Tor unter. Mit einem Freistoß von Heidenreich an die Lattenunterkante und dem Nachsetzen zweier Spieler von Chomotov, die den Ball noch über die Linie bugsierten, fiel schließlich auch das zweite Tor für die Heimelf recht glücklich. Dass nicht noch das 3:0 fiel haben die Plauener Torhüter Karl Pischon zu verdanken. Ein Spieler lief frei auf ihn zu und der VFC-Keeper warf sich in dessen Ball.So gab es die erste Niederlage in der Vorbereitungszeit, wie schon oben gesagt, vielleicht zum richtigen Zeitpunkt.

So recht gefallen hat auch Sedat Gören das Spiel nicht: „Vielleicht ist es auch einmal gut so, dass wir ein Signal bekommen, dass es so nicht gehen kann. Von der Konzentration her waren wir heute nicht bereit.“

VFC Plauen: Pischon, Tanriver, Morosow, Limmer, Schubert, Haake, Winter, Beal, Langer, Kämpfer, Profis, Träger, Wagner, Plank, Burdusudis.

Text und Fotos: Ilong Göll