VFC Plauen rettet sich in zweiter Halbzeit zum Auswärtsdreier
Der VFC Plauen ist mit sieben Punkten aus drei Pflichtspielen im Oberligageschehen erfolgreich in die Rückrunde gestartet. Die Gelb-Schwarzen wollten natürlich auch in Rudolstadt weiter in der Erfolgsspur bleiben. Bei den Thüringern taten sich die Plauener in der Vergangenheit oftmals schwer. Diesen Fluch wollten sie endlich überwinden. So war zumindest der Plan: Die Entführung der drei Punkte aus Rudolstadt, also den Dreier mitzunehmen und das 1:1 im Heimspiel vergessen zu machen. Das Konzept ging auf. Mit einem knappen Sieg konnten die Plauener den Heimweg ins Vogtland eintreten. Louis Glaser und Johann Martynets machten den Weg zum Sieg frei.
Und los ging es mit Sonnenschein, ohne den verletzten Routinier Marco Riemer auf Rudolstädter und einigen Überraschungen auf Plauener Seite. Die Vorzeichen waren gesetzt und die Plauener brauchten auch nicht lange, holten den ersten Eckstoß. Aber danach waren sie am Ende ihres Lateins, sprich, sie spielten zunächst ein gleichwertiges Spiel mit der Heimmannschaft und überließen zunehmend den Rudolstädtern das Spiel. So kam es, wie es kommen musste. Der Druck auf die Hintermannschaft wurde größer. Dann bekam die linke Abwehrseite Emilio Heß nicht in den Griff und er besorgte mit einem Schuss aus spitzem Winkel Richtung zweiten Pfosten das 1:0 für seine Farben. Erst nach dem Gegentor wurden die Plauener stärker, starteten viele Angriffe, kamen jetzt auch in den Strafraum der Heimelf, fanden aber gegen die gut organisierte Abwehr der Heimelf mit einem aufmerksamen Torhüter Kunth keine Mittel zum Überwinden. Paul Kämpfer mit Distanzschuss scheiterte am Rudolstädter Keeper, dann verzog er beim nächsten Versuch. Der Ball ging knapp rechts vorbei. Alle anderen Versuche verliefen ebenso erfolglos. Die zweite Halbzeit konnte nur besser werden.
In der Tat. Jetzt war der VFC Plauen im Spiel. Der Druck auf die generische Abwehr wurde immer größer. Zunächst wollte der Ausgleich aber nicht fallen, weil Kämpfer seinen „Riesen“ vergab. Aber der VFC Plauen blieb am Drücker. Wieder Kämpfer, der bisher fleißig, aber glücklos agierte, servierte für Louis Glaser maßgerecht. Glaser nahm Maß und lochte unhaltbar zum 1:1 ein. Jetzt war der Bann endgültig gebrochen und Feuer im Spiel. Über Max Winter kam der Ball über Umwege zu Glaser. Er schoß auf das Tor, wo Martynets zum Führungs- und Siegtreffer abfälschen konnte. Am Ende war es ein hart erkämpfter Sieg, der auf Grund einer guten zweiten Halbzeit in Ordnung geht
Präsident des VFC Plauen, Thomas Fritzlar, formulierte seine Eindrücke wie folgt: „Ich habe auch eine Mannschaft mit zwei Gesichtern gesehen. Wir sind fleißig, aber wir belohnen uns einfach nicht dafür. Wir treffen manchmal die falsche Entscheidung und müssen außerdem deutlich mehr für den Spielverlauf machen. Ich freue mich ganz besonders für Louis Glaser, der schon in der vergangenen Woche ein gutes Spiel gemacht und sich heute belohnt hat. Er war auch die Initialzündung in der zweiten Halbzeit. Das Spiel ist deutlich besser geworden. Aus dem Spiel in Heiligenstadt und dem von heute müssen wir das Gute mit ins Pokalspiel nach Riesa nehmen.“
Torwarttrainer Oliver Dix schaute wie immer nicht nur auf das Spiel, sondern insbesondere auf seine Schützlinge, Simon Schulze und Karl Pischon, im Tor der Plauener: „Wir hatten eine lange und schwierige Vorbereitung. Da war der Stand, dass es keine klare Nummer Eins gegeben hat. Beide Torhüter hatten gute und nicht so gute Momente. So haben wir im Trainerteam entschieden, jedem der Torhüter zwei Spiele zu geben. So kam der Wechsel im Tor zu Stande. Beide Keeper sind noch sehr jung, haben sich entwickelt, sind aber noch lange nicht fertig. Wer im Pokalspiel im Tor steht, entscheidet die kommende Trainingswoche.“
Aufstellung VFC Plauen: Pischon – Schubert, Hake, Michalik, Habermann (51.Glaser) – Limmer, Beal – Winter (88. Wagner), Hussain (51. Martynets), Kämpfer – Profis
Tore: 1:0 Hess (20.), 1:1 Glaser (69.), 1:2 Martynets (76.)
Zuschauer: 222
Schiedsrichter: Albert Lehmann

Foto+Bericht: Ilong Göll