VFC Plauen mit Steigerung in Halbzeit zwei holt sich den Dreier
Der VFC Plauen holte sich seinen ersten Dreier im Jahr 2026. Zu Hause besiegten die Gelb-Schwarzen die Gäste aus der Lausitz knapp mit 1:0. Am Ende der 90 Minuten geht der knappe Sieg auch in Ordnung. Nachdem die erste Halbzeit eher nach einem 0:0 aussah, steigerte sich die Heimelf nach dem Pausengespräch, spielte etwas energischer und kam schließlich zum Dreier.
Die erste Halbzeit begann pomadig. Bis zur 25. Minute lief nicht viel auf beiden Seiten, wenngleich die Gäste aus Krieschow etwas mehr vom Spiel hatten. Aber wirklich gefährlich waren auch sie nicht. Zwei drei Möglichkeiten aber ergaben sich dann doch noch für den VFC Plauen, die aber nicht erfolgreich zu Ende gebracht wurden. So traf Max Winter im Strafraum der Gäste einen Ball von Johan Martynets nicht und die Minichance war dahin. Martynets platzierte einen Freistoß in die Arme von Fritz Pflug, dem Torhüter der Gästeelf. Einen Schuss von Tyron Profis klärte die Krieschower Abwehr. Da auch die Gäste zu harmlos agierten und ihre etwas bessere Ballbesitzphase nicht zu nutzen wussten, blieb es beim leistungsgerechten 0:0 bis zum Pausenpfiff.
Die zweite Spielhälfte konnte nur besser werden. In der Tat, der VFC Plauen kam mit etwas mehr Schwung aufs Spielfeld. Bereits nach zwei Minuten hatte Winter die Möglichkeit zur Führung auf dem Fuß. Bevor er abschließen konnte, war ein Spieler des VfB dazwischen gegangen. Da war mehr drin. Ähnlich zeigte sich die nächste Chance. Paul Kämpfer über links kommend, spielte den Ball ins Zentrum. Wieder klärt ein Abwehrspieler und Winter vergab die nächste Möglichkeit. Eine gewisse Verunsicherung im Spiel der Plauener war zu diesem Zeitpunkt nicht zu übersehen. Dann hatten die Plauener Glück, dass Gabriel Michalek einen Ball für den bereits geschlagenen VFC-Torhüter Simon Schulze von der Torraumlinie schlug. Das war wohl ein leiser Weckruf für die Plauener Elf. Die Spitzenstädter versuchten sich am Torerfolg. Aber so richtig fruchteten auch die nächsten Versuche erst einmal nicht. Als der VFC Plauen dann in der 76. Minute einen Freistoß zugesprochen bekam, war endlich die Zeit zum Jubeln in der Mannschaft und auf den Rängen gegeben. Amaar Hussain trat an und beförderte den Ball Richtung zweiten Pfosten. Michalek sprang am höchsten und netzte zur 1:0-Führung ein. Auf der anderen Seit verhinderte VFC-Torhüter Schulze gegen Miguel Rodrigues und Maximilian Tesche den möglichen Ausgleich. Da aber der VFC Plauen zwei weitere gute Gelegenheiten durch Profis und Martynets ausließ, die die falsche Entscheidung bei ihren Abschlüssen trafen, geht der knappe Sieg am Ende in Ordnung.
VFC-Trainer Norman Zschach zeigte sich nach Spielschluss mit dem Gewinn der drei Punkte zufrieden: „Ich bin natürlich zufrieden, wenn man zu Hause drei Punkte holt, aber es war ein Spiel auf Augenhöhe. Es ging viel über lange Bälle, was auch auf den Platz zurückzuführen ist. Letzten Endes haben wir den Lucky Punch gemacht durch Gabriel Michalek, der für mich heute ein herausragendes Spiel gemacht und mit dem Tor den i-Punkt gesetzt hat. Er hat mit Eric Ganime in der Innenverteidigung Herausragendes absolviert heute. Vielleicht war es in dem Moment etwas glücklich mit dem Tor. Aber die drei Punkte nehmen wir natürlich gerne mit. Zufrieden war ich nicht, was wir nach dem 1:0 machen, wo wir dann das 2:0 nicht machen, die Kontersituationen nicht gut genug zu Ende spielen. Wir werden auch darüber sprechen, dass man in gewissen Momenten weniger eigensinnig agieren sollte.“
Fazit zum Spiel: Ein gutes Spiel war es erst einmal nicht, aber was zählt, sind die drei Punkte und die hat der VFC Plauen eingesackt. Gelingt es den Spitzenstädtern, ihre Verunsicherung und Nervosität zu überwinden, dann werden auch die Spiele wieder attraktiver und erfolgsversprechender. Und genau daran arbeiten die Jungs.
VFC Plauen: Schulze – Schubert (73. Sponer), Ganime, Michalek, Haake – Limmer, Glaser (60. Träger) – Kämpfer (60. Eichie/73. Wagner), Winter (60. Hussain), Martynets, Profis
Tor: 1:0 Gabriel Michalek (76.)
Gelbe Karten: Maurice Wagner, Valentino Schubert, Louis Glaser, Max Winter
Schiedsrichter: André Blank
Zuschauer: 448

Foto+Bericht: Ilong Göll